SEO Fehler Irrtümer      

SEO : Fehler, Mythen, Irrtümer

Google's Nr. 1 für "SEO Fehler, Mythen, Irrtümer"  SEO Fehler Mythen

Search Engine Optimization als Teil von Online Marketing



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SEO: Halbwahrheiten, Wunschvorstellungen, Chancen



Einleitung

Suchmaschinen-Optimierung (SEO) ist Teil des Online-Marketing. Die SEO-Verantwortung liegt meist beim Marketingmanager oder Digitalmanager, während die SEO-Maßnahmen meist bei einer dafür der beauftragten Agentur liegen, die meist Begriffe wie "digital", "Internet", "Online" oder "New Media" im Titel trägt. Es liegt im Verantwortungsbereich des Auftraggebers, die richtige Agentur auszuwählen, zu briefen und zu monitorieren.


Persönliche Bemerkung

Wir tauchen ein in die Interaktionen zwischen Agenturen und Auftraggebern. Wir beleuchten, was sich normalerweise hinter den Kulissen abspielt. Sie finden Einsichten und Einblicke, basierend auf 15 Jahren persönlicher Erfahrung im Umgang mit Klienten und deren Agenturen.

Der Stil ist offen, ungeschminkt und schnörkellos. Viele Aussagen sind ernüchternd und desillusionierend - aber gerade deswegen wichtig für Ihren langfristigen Erfolg im Online-Bereich.

Es gibt mehrere Fehler, die Sie bzw. Ihre Agentur vermeiden sollten, um wirklich einen der vorderen Ränge bei Google zu erreichen. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit finden Sie hier eine Auswahl, die Ihnen helfen, die richtige Agentur zu finden und langfristig bei Ihren Kunden ein Top-Ranking zu erzielen.


Hintergrund

Eine gute Kooperation mit einer guten Web-Agentur ist Gold wert. Leider machen sich manche Agenturen ihren ganz eigenen Reim auf SEO. Es sind in dem Großteil der Fälle weniger "Märchen oder Lügen", die erzählt werden, sondern oft ein schwer durchschaubares Gewebe aus Halbwahrheiten, Wunschvorstellungen, unbedachten Phrasen und manchmal auch unbasierten Hirngespinsten. Manche Agenturen bringen auch diffuse, weitschweifige oder fast ausschließlich technische Empfehlungen.


Die harsche Realität

Kaum eine Webagentur wird dem anfragenden Klienten erzählen, dass sie das Gebiet SEO kompetenzmäßig nicht abdecken kann - der Auftrag und das entsprechende Geld winken ja. So kommt es dann zu der unschönen Situation, dass Klienten viele Zehntausende Euro für die Entwicklung einer (aktualisierten) Webseite ausgeben, nur um dann enttäuscht festzustellen, dass ihre Online-Präsenz, die vorher unter den ersten 10 Suchergebnissen lag, nun bei der organischen Google-Suche leider jenseits der ersten 50 Suchergebnisse liegt.

Dies bedeutet in der Konsequenz: Diese Webseiten werden in der Praxis niemals gefunden werden. Manche meiner Klienten können lebhaft von ihren dornenvollen Erfahrung erzählen.


Was ist passiert?

Mangels entsprechendem SEO-Know-how wurden bei Planung und Aufbau der Webseite schwerwiegende strategische und handwerkliche Fehler begangen.

Händeringend wird dann ein externer SEO-Experte oder SEO-Guru oder SEO-Hexenmeister gesucht, der nachträglich "SEO Magic" (womit meist das Einfügen einiger Keywords, Metatags sowie Anmeldungen in Directories verstanden wird) wie mit einem Zauberstaub auf die Webseite streut, damit alles wieder gut wird.

Hier muss ganz klar gesagt werden: So funktioniert SEO nicht. Im schlimmsten Fall werden sogar Links aus "schlechter Nachbarschaft" zu Ihrer Website gekauft, die Ihren SEO-Ruf schädigen, da diese von Google abgestraft wird.

Oft ist dann die beste Entscheidung, einen sauberen Schnitt zu machen und die Webseite völlig neu aufzusetzen. Dabei können natürlich die Fotos, Grafiken, wesentlichen Inhalte, etc. weiter verwendet werden bzw. angepasst werden.

Hinweis in eigener Sache: Für ausgewählte anspruchsvolle Klienten der Industrie übernehme ich zusammen mit meiner Webagentur manchmal diese (teilweise undankbare) Aufgabe. Mehr dazu Googles Nummer 1

Dieser Beitrag will etwas Licht in die Situation bringen - bewusst in Richtung Demystifizierung und Versachlichung. Wenn Sie auf bestimmte Warnsignale achten, werden Sie gar nicht erst in die vorhin beschriebene missliche Situation kommen, sondern von Anfang an den richtigen Weg beschreiten.


SEO-Mythen

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Fehler Nr. 1

Ihre Agentur erzählt, dass Sie für ein bestimmtes, gebräuchliches, häufig genutztes Keyword ganz oben stehen sollten und macht ausschließlich dafür Vorschläge. Leider haben hier viele Mitbewerber bereits einen nur schwer aufholbaren Vorteil.

Mein Tipp: Überlegen Sie gemeinsam mit Ihrem Team, welche noch nicht so häufig verwendeten Begriffe eine gute Alternative wären. Hier kommen in Frage: seltener verwendete Worte, sogenannte "Longtail Words" oder ausformulierte Fragen, beispielsweise "Was bedeutet ..." oder "Fehler bei ... " oder auch Synonyme bzw. Worte mit ähnlicher Bedeutung. Wichtig ist dass Sie für die Keywords, die letztendlich zu einer Business-Transaktion führen, gefunden werden. Sie wollen ja nicht einfach nur Traffic, sondern qualifizierten Traffic auf Ihre Webseiten lenken - mit anderen Worten die Besucher, die möglicherweise zu Kunden werden.


Fehler Nr. 2

Ihre Agentur erzählt, dass SEO vor allem in den sogenannten Meta-Tags im Quelltext stattfindet.

Richtig ist vielmehr, dass eine ganze Reihe von Faktoren wichtig ist. An erster Stelle steht die inhaltliche Gesamt-Qualität einer Webseite. Weiterhin wichtig sind Aktualisierungen, Benutzerfreundlichkeit und Links von anderen guten Webseiten.


Fehler Nr. 3

Ihre Agentur bringt Texte und Metatags, die auf der gleichen Webseite inhaltlich stark voneinander abweichen.

Hier ist Einklang bzw. Übereinstimmung gefragt. Dies bedeutet, dass auf einer Webseite die gleichen Worte oder Worte mit ähnlicher Bedeutung verwendet werden sollten.


Fehler Nr. 4

Ihre Agentur bringt ein und den selben Title-Tag auf allen Unterseiten einer Online-Präsenz. Auf allen Seiten den gleichen Titel zu verwenden ist so, als würde man Google sagen, dass alle Seiten denselben Inhalt enthalten.

Besser ist vielmehr, dass jede Seite einen eindeutigen, individuellen Seitentitel hat, da dieser einer der am stärksten bewerteten On-Site-Optimierungs Parameter ist.


Fehler Nr. 5

Ihre Agentur erzählt, dass Sie mit Google AdWords Ihre organischen Suchergebnisse beeinflussen können.

Diese Aussage ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass Google die bezahlten Anzeigen nicht bei der Berechnung der organischen Suchergebnisse berücksichtigt. Hinweis: Google AdWords kann aus anderen Gründen durchaus sinnvoll sein, beispielsweise wenn Sie zwei Versionen von Anzeigen gegeneinander testen wollen.


Fehler Nr. 6

Ihre Agentur erzählt, dass Sie erst die Grafiken und den Text der Webseite erstellen und dann hinterher mit SEO starten.

Richtig ist vielmehr, dass bereits beim Texten SEO-Aspekte berücksichtigt werden sollten, beispielsweise bei Überschriften, Zwischenüberschriften, Aufgliederungspunkten, Grafikbeschreibungen, etc. Es ist mühevoll, diese Elemente erst in der finalen Phase verbessern zu wollen. Wenn SEO-Experten also erst eingeschaltet werden, wenn die Webseite bereits steht, wird es Sie viel Zeit und Geld kosten.


Fehler Nr. 7

Ihre Agentur erzählt, dass SEO eine isolierte Tätigkeit ist mit dem Ziel, bei den Suchergebnissen oben zu stehen.

Richtig ist vielmehr, dass die Sichtbarkeit nur der erste Schritt ist. Sie wollen ja wertvolle Inhalte (Valuable Content) haben, welche die Besucher Ihrer Webseite zu einer Aktion motivieren. Man spricht auch von "OC/DC" (Optimizing Content for Discovery and Conversion) - siehe dazu auch Fehler Nr. 1.


Fehler Nr. 8

Ihre Agentur oder Sie haben keine Analyse der Mitbewerber durchgeführt: Welche Keywords benutzen Ihre Konkurrenten? Betrachten Sie deren Indexseiten, weitere Seiten, Landingpages, etc. Für das Konsumgütermarketing gibt es Software wie http://www.keywordspy.com, die hilfreich sein kann - sowohl für die bezahlte (Pay per click) als für die organische Suche. Da viele Keywords im Pharma-Bereich allerdings meist sehr speziell sind und relativ selten vorkommen, ist die Aussagekraft derartiger Programme für Pharma-Marketingmanager begrenzt.

Sinnvoll ist es also, wenn Sie beim Start Ihrer SEO-Tätigkeit Ihre "Hausaufgaben machen".


Fehler Nr. 9

Ihre Agentur erzählt Ihnen, dass Sie bei Social Media (Fach-Communities sind ein anderes Thema) aktiv sein müssen.

Tipp: Mit Beiträgen in Social Media (Stichwort Facebook und Twitter) begeben Sie sich Arzneimittelhersteller auf ein heikles, sensibles und risikoreiches Terrain (Stichwort: Pharmakovigilanz). Selbst erfahrene SEO-Profis meinen, dass Social Media nicht für alle Branchen geeignet sind, da der Return on Investment zu gering ist. Dem schließe ich mich an. Meine konkrete Meinung zu Social Media und Arzneimittel: Erstens gehen Sie unkalkulierbare Risiken ein und zweitens können Sie Ihre Zeit und Geld besser woanders investieren, beispielsweise in effektiver Search Engine Optimization.


Fehler Nr. 10

Ihre Agentur erzählt Ihnen, dass Sie gleich beim ersten Kontakt auf dem Kontakt- oder Anmelde-Formular möglichst viele Informationen von potenziellen Kunden einholen sollten.

Richtig ist vielmehr, dass Sie besser nur nach den wichtigsten Informationen fragen sollten. Denn: Der offene "Informationshunger" von Firmen wird viele Interessenten abschrecken. Also. Fragen Sie nur nach elementaren Daten wie Name und Emailadresse.


Fehler Nr. 11

Ihre Agentur verheimlicht Ihnen den Namen der Person, die SEO macht (dies ist der Leistungsträger):

Hier liegt der Verdacht nahe, dass Ihre Agentur diese Tätigkeit an einen Freelancer outgesourct hat. Es wäre für Sie besser (und preiswerter), direkt mit diesem externen Dienstleister zu kommunizieren. Daher: Fragen Sie nach!


Fehler Nr. 12

Ihre Agentur hinterfragt nicht Ihre Liste von Keywords, sondern übernimmt diese kritiklos.

Eine gute Agentur verwendet Werkzeuge wie "Ubersuggest" oder "Google Adwords / Tools / Keyword Planer", um Ihre Liste zu verifizieren bzw. Verbesserungsvorschläge zu den einzelnen Worten als auch zur Reihenfolge zu machen. Ein Beispiel: "Psoriasis Therapie" bringt etwa 10 mal so viele durchschnittliche Suchanfragen wie "Therapie Psoriasis" und etwa 40 mal so viele durchschnittliche Suchanfragen wie "Therapie bei Psoriasis". Kurzum: Eine kompetente Recherche der geeigneten Keywords und Suchanfragen lohnt sich auf jeden Fall.


Fehler Nr. 13

Sie schaffen es durch SEO ganz nach oben bei den Online-Suchergebnissen, aber die Agentur übersieht, dass die gefundene Webpräsenz keinerlei Handlungsaufforderung enthält.

Tipp: Gewährleisten Sie, dass am Ende immer ein Call-To-Action (kurz CTA), also ein klarer Handlungsimpuls, erscheint. Schließlich muss sich der Interessent ja in Richtung eines Kaufes, einer Verordnung, einer Bestellung oder einer Empfehlung, also in Richtung einer Business-Transaktion bewegen, damit sich der ganze Aufwand für Sie ja lohnt.


Fehler Nr. 14

Ihre Agentur erzählt, dass Sie unbedingt "Schema.org" berücksichtigen sollten: Dabei handelt es sich um Zitat "A collaborative to create and promote schemas for structured data on web pages".

Hinweis: Die Relevanz dieser zusätzlichen Daten ist nach Meinung vieler Experten völlig unklar. Möglicherweise lohnt sich der Aufwand gar nicht.


Fehler Nr. 15

Ihre Agentur sagt, dass sie über ganz besonderes Know-how, spezielle Ergebnisse permanenter Forschung oder gar Insider-Wissen verfüge und benutzt dabei wohlklingende Begriffe wie beispielsweise "Niche-Adaptive Engineering" oder "Suchmaschinen Reverse Engineering". Interessanterweise sind derartige Agenturen für "SEO" oder "Suchmaschinenoptimierung" gar nicht auf der ersten Google-Ergebnis-Seite zu finden.

Die Wahrheit: Google hat circa 200 bis 300 Rankingfaktoren. Davon sind angeblich circa 40 bekannt. Über viele andere Rankingfaktoren kann man nachvollziehbare Mutmaßungen anstellen. Ein Großteil des Algorithmus ist also unbekannt. Neben den großen, öffentlich gemachten Updates finden auch kontinuierlich kleinere Updates statt. Auf einem digitalen Workshop im Dezember 2016 in Frankfurt sagte ein mit Google kooperierender Referent, dass diese Zahl etwa bei 500 pro Jahr liegt.

Meine Empfehlung: Seien Sie gegenüber oberflächlich eindrucksvollen Statements von Agenturen sehr skeptisch und prüfen Sie genau, ob Sie wirklich in die jeweilige Agentur investieren wollen.


Fehler Nr. 16

Ihre Agentur liefert Ihnen nur Texte und Metatags, aber keine Vorschläge für Grafiken oder Videos.

Einige Grafiken bzw. Abbildungen oder Bilder und Links zu Videos weisen für Google darauf hin, dass hier hochwertiger Content vorliegen kann und wird daher stets positiv bewertet Eine Webseite braucht nun mal ein ausgewogenes Verhältnis von Text und Bild. Hinweis. Jedes Bild braucht ein sogenanntes "Alt-Attribut", also einen alternativen Text. Dies wird aber manchmal schlicht vergessen.


Fehler Nr. 17

Ihre Agentur liefert Texte mit sehr häufiger Erwähnung der Keywords, dem sogenanntem "Keyword Stuffing"

Meine Empfehlung: Überschütten Sie Ihre Webseiten nicht mit Ihren Keywords! Wenn nämlich bestimmte Suchbegriffe im sichtbaren Text und den Meta-Daten in einer unnatürlich hohen Frequenz wiederholt werden, um deren Relevanz zu erhöhen, wird dies von Google erkannt und abgestraft. Meine Empfehlung: Schreiben Sie primär für den Nutzer, nicht für die Suchmaschine!


Fehler Nr. 18

Ihre Agentur liefert Ihnen nur kurze Texte oder Texte von offensichtlich minderwertiger Qualität, die für die Zielgruppe keinen erkennbaren Nutzen bieten.

Tipp: Denken Sie an den alten Spruch "Content is king". Im idealen Falle haben Sie jemanden in Ihrem Team, der die Texte schreibt. Wenn Sie keine Zeit haben, benötigen Sie entsprechende Dienstleister mit entsprechenden Kompetenzen in journalistischer oder redaktioneller Sicht, also Redakteure, Autoren, Journalisten oder professionelle Texter (im Englischen auch "copy writer" genannt). Mehr finden Sie auf: www.content-marketing-in-pharma.de Tipps


Fehler Nr. 19

Ihre Agentur verschweigt Ihnen, dass man auch nach dem Erreichen von vorderen Rängen in den Suchergebnissen weiterhin etwas tun muss. Eine Seite einfach nur online zu stellen und sich dann nicht weiter darum zu kümmern, ist überhaupt keine gute Idee.

Richtig ist vielmehr, dass Updates, Anreicherungen, Aktualisierungen und zunehmende Verlinkungen sich sehr positiv auf das Ranking auswirken. Das bedeutet. Sie müssen sich regelmäßig darum kümmern.


Fehler Nr. 20

Ihre Agentur macht Vorschläge zu URLs bzw. Webadressen, die viele Sonderzeichen enthalten, also Elemente, die nicht Teil des sogenannten ASCII-Codes sind. Im Prinzip sollte das alles funktionieren. In der Praxis kann das insbesondere für das scharfe "ß" problematisch sein. Das Problem liegt nicht in der Registrierung der URLs, sondern vielmehr darin, dass viele Browser aktuell das "ß" automatisch in ein "ss" verwandeln (was sie eigentlich nicht tun sollten).

Tipp: Versuchen Sie dem Ganzen aus dem Weg zu gehen, indem Sie vorzugsweise URLs mit den "normalen" Buchstaben zu wählen.


Fehler Nr. 21

Mangelnde Online-Sichtbarkeit kann natürlich viele Ursachen haben. Prüfen Sie: Macht Ihre Agentur von alleine Vorschläge zu "H-Deklarationen", also den Formatierungen der Überschriften?

Tipp: Hauptüberschriften sollten zwischen < h1 > Markierungen stehen, Zwischen-Überschriften sollten zwischen < h2 > Markierungen stehen und weniger wichtige Überschriften sollten zwischen < h3 > Markierungen stehen. Wichtige Keywords sollten in diesen bevorzugten Plätzen erscheinen - aber nicht in einer unnatürlichen Häufigkeit.


Fehler Nr. 22

Ihre Agentur hat die Click-through rate (CTR) nicht im Auge.

Hinweis: CTR = Anzahl der Clicks auf einen Link dividiert durch die Anzahl der gezeigten Seiten bzw. "CTR is a ratio of the number of times a given search listing was clicked on divided by the number of times it was displayed to searchers". Die CTR zeigt, wie gut die durch die Suchmaschine generierten Besucher "performed" haben. Dies ist nicht zu verwechseln mit der Conversion rate (CR).

Verschiedene Google-Patente weisen darauf hin dass "SERP click-through rates can have a massive impact on rankings."

Tipp: Gewährleisten Sie hohe Click-through rates.


Fehler Nr. 23

Ihre Agentur sagt, dass Duplicate Content einen starken negativen Effekt auf die Suchmaschinenergebnisse hat.

Die Realität: "The negative side effect of content duplication is usually blown up in importance, since Google rarely penalizes sites for duplicate content"

Mehr auf: http://www.link-assistant.com/news/ultimate-duplicate-content-audit.html?utm_source=email&utm_medium=broadcast&utm_campaign=duplicate-content-17012017


Fehler Nr. 24

Ihre Agentur macht Ihnen den Vorschlag im Sinne von "Relaunch und Redesign", um "mal wieder frischen Wind in Ihre altbacken gewordene Webseite bringen". Die Agentur baut eine völlig neue Online-Präsenz (neue Struktur, neue Links, neue Überschriften, neue Metatags, neue Bilder, etc), die oberflächlich im Internet auch gut aussieht, aber leider Gift für SEO ist.

Leider hat die Agentur nicht bedacht, dass mit diesem unbedachten Vorgehen ein Großteil der Bonus-Punkte, die Ihre alte Webseite über die Jahre bei Google gesammelt hat, verloren gehen.

Besser wäre: Neue Unterwebseiten hinzufügen nach dem Motto "Anreichern, erweitern, ergänzen". Dieses wenig glamouröse und künstlerisch nicht gerade wertvolle Konzept ist aber für manche Agenturen (gerade wenn diese aus dem Kreativ-Bereich stammen) wenig attraktiv. Überspitzt gesagt: Es erscheint ja allemal aufregender, sich schöpferisch mit kreativen Grafiken, Farben, "Jahrhundert-Layouts" und dem "Look und Feel" zu beschäftigen, als mit inhaltlich-textlichen Aspekten, die neben SEO-Erfahrung auch eine gute Kenntnis von Produkten und Zielgruppen erfordert. Das letztere, gepaart mit Disziplin und einer gewissen Zwanghaftigkeit, immer besser zu werden, sind aber Eckpunkte erfolgreicher SEO-Arbeit.


Fehler Nr. 25

Ihre Agentur sagt sinngemäß "Wir werden Ihre Webseite nach oben bringen, indem wir sie bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden".

Richtig ist: In Deutschland (ist beispielweise in asiatischen Ländern anders) gibt es nur eine relevante Suchmaschine, nämlich Google. Je nach Quelle laufen etwa 90 bis 95 Prozent der Suchabfragen über Google ab. Für die Listung bei Google benötigt man allerdings keine Anmeldung, denn Google findet neue Webseiten von alleine, vor allem indem Google den Links von anderen Seiten folgt. Links von anderen Domains zur eigenen Website sind also ein schneller Weg, um rasch in den Google-Index aufgenommen zu werden. Es schadet zwar nicht, wenn man seine Website bei Suchmaschinen eintragen lässt, aber der Effekt ist minimal.


Fehler Nr. 26

Ihre Agentur sagt sinngemäß "Ein hoher Google PageRank ist wichtig".

Dieser Satz als separates Statement ist wenig hilfreich. Er sollte in den entsprechenden Zusammenhang gestellt werden. Richtig ist: Der "Google PageRank" ist von der Bedeutung her eigentlich eine Google-interne Bewertungsgröße und hat Einfluss darauf, wie häufig und wie intensiv Google die Website "monitoriert" bzw. "crawlt", also auf neue Inhalte hin untersucht. Für das organische Google-Ranking hat es keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss.


Fehler Nr. 27

Ihre Agentur macht vorwiegend Vorschläge für das Platzieren Ihrer Inhalte auf fremden Webseiten und unterbreitet als Unterstützung die Millionen und Milliarden User- und Zugriffs-Zahlen von fremden Plattformen wie beispielsweise Facebook, Instagram, Pinterest sowie fremden Communities. Die Agentur erklärt Ihnen, dass auch Sie dort mit eigenen guten Inhalten präsent sein sollten.

Sie würden hier ein brandgefährliches Spiel spielen, wenn Sie Ihre eigenen wertvollen Inhalte vorwiegend auf Online-Platformen veröffentlichen, die nicht Ihnen gehören. Hierzu gehören neben fremden Bloggern vor allem die "Paid Media". Hier bezahlen Sie einzeln pro Beitrag. Firmen steckten früher Milliarden von Dollars oder Euros in klassische Werbung wie Print-Anzeigen. Heute werden hohe Beträge (diese sind aber viel niedriger als in die klassische Werbung) in Search Engine Advertising (SEA), auch PPC (Pay per Click) genannt, gesteckt - meist in Form von Google-AdWords-Anzeigen und Facebook-Ads. Diese Online-Anzeigen haben den Vorteil, dass sie schnell an- und abschaltbar sind und ihre Wirkung gut messbar ist. Gleichzeitig haben sie den schwerwiegenden Nachteil, dass alles auf fremden Webseiten stattfindet. Sie als Firma bauen also quasi Ihr Haus auf "Treibsand" auf.

Die wichtigste Aufgabe der Anzeigen ist, Traffic auf Ihre eigenen Webseiten zu generieren, Interessenten zum Abonnieren Ihres Newsletter zu motivieren, Besucher für Ihre Veranstaltungen und Leser für Ihre Veröffentlichungen zu gewinnen, so dass Sie (und nicht die Anderen) einen direkten Draht zu Ihren Zielgruppen aufbauen.

Sie wollen also auf Ihrem eigenem "elektronischen Grundstück" bauen. Dies bedeutet, dass Ihnen die Webadresse (also die URL) gehört, konkret dass Sie als "Owner" bzw. Domaininhaber registriert sind.

Behalten Sie trotz des "Hypes" um "Social Media" einen klaren Kopf: Bauen Sie Ihre eigene, starke, unabhängige Online-Präsenz, über die Sie die volle Kontrolle haben. In einigen Jahren werden Sie froh sein, dass Sie so langfristig gedacht und gehandelt haben.


Punkt Nr. 28

Für den Fall, dass Sie selber Agentur-Inhaber sind: Sie hören von einer Agentur, die Suchmaschinenoptimierung als Geschäftsmodell für andere Dienstleister anbietet - und zwar in Form einer sogenannten "Agenturversion" für Reseller, womit man angeblich "ganz einfach und strukturiert SEO-Leistungen für Kunden erbringen kann" und bei der "Experten erklären wie man Online Marketing professionell ins Portfolio integriert".

Die Behauptungen, die sich auf der Webseite finden, lauten beispielsweise "preisgekrönte SEO-Software", "Website ganz einfach optimieren" "verblüffend einfache Lösung", "Optimiert für alle wichtigen CMS" und "ohne Vorkenntnisse möglich".

Bei solchen Werbesprüchen kann ich nur sagen: "Vorsicht" ! Seien Sie auf der Hut und prüfen Sie sorgfältig, ob Sie hier einen entsprechenden Return on Investment erwarten können. Wir wissen ja alle, dass im Netz Anbieter ganz unterschiedlicher Seriosität unterwegs sind.


Punkt Nr. 29

Ihre Agentur empfiehlt ausschließlich Bezahlanzeigen, insbesondere Werbung via Google Adwords und Werbung im Google Display Netzwerk (GDN), wobei die letztere auch als kostengünstige Ergänzung zu den klassischen AdWords-Anzeigen betrachtet werden kann.

Diese Art der bezahlten Werbung ist eine kurzfristig effektive Werbung, die schlagartig aufhört, sobald Sie aufhören, Geld "hineinzupumpen". Auf Ihre Frage nach Generieren von organischem Traffic durch eine eigene Webpräsenz sagt die Agentur "Wir wollen ja keinen dünnen Content entwickeln, der von Google bestraft wird".

Bei dieser Art von Kommentaren sind zwei Dinge zu beachten:
Erstens: Warum ist die Agentur eigentlich nicht in der Lage, hochwertigen Content zu schreiben?

Zweitens: Google bestraft keinen dünnen Content (wie dies bei Blackhat-SEO-Maßnahmen der Fall wäre), sondern belohnt ihn einfach nicht. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass Ihre Webseite auf nachrangigen Plätzen landet. Sie würden in jedem Fall etwas haben, worauf Sie in der Zukunft aufbauen können, denn: Google bewertet auch das Alter einer Webseite (je früher sie etabliert wurde, umso besser) und die Zahl der Updates (je häufiger, umso besser).

Daher die Empfehlung: Starten Sie Ihre eigene Webseite - Sie werden hinterher froh sein, dass Sie damit gestartet sind. Ansonsten sind Sie in zwei Jahren in Bezug auf organischen Traffic ziemlich genau da, wo Sie jetzt sind.


Punkt Nr. 30

Dieser Punkt basiert nicht etwa auf einem Fehler einer externen Agentur, sondern vielmehr auf dem mangelnden Willen von Abteilungen innerhalb von Unternehmen, Verantwortung für die Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu übernehmen. Typische Kommentare (alle schon selber gehört) sind:

- "Dafür sind wir nicht zuständig"
- "Dafür ist die IT zuständig"
- "Dafür ist eine andere Einheit im Marketing zuständig"
- "Dafür haben wir interne und externe SEO-Experten"
- "Wir haben dafür GoogleAdwords und Facebook-Anzeigen"

Interessanterweise lässt die Tatsache, dass manche Firmen für die Produkte, die sie verkaufen wollen, in der organischen Suche kaum sichtbar sind, die Anwesenden völlig teilnahmslos oder kalt - ist ja "nicht ihre Baustelle". Selbst wenn ich diesen Angestellten bei der Google-Suche zeige, dass Mitbewerber, Diskussionsforen, Zeitschriften und andere Webseiten viel präsenter als sie selber sind, ist oft das Maximum an Veränderungsbereitschaft die Aussage "Wir werden diese Information im Unternehmen weitergeben".

Meine Meinung:
Da braucht man sich nicht zu wundern, dass manche Unternehmen im Zeitalter der Digitalisierung zurückfallen und irgendwann bedeutungslos werden (Stichwort Quelle Versandhaus).


Punkt Nr. 31

Ihre Agentur empfiehlt eine Vielzahl von separaten Webseiten, die parallel in einer Online-Präsenz existieren, ohne dass eine wichtige Eingangswebseite die Verbindung zu diesen einzelnen "Unterwebseiten" schafft. Man spricht hier auch von "Eckstein" oder "Cornerstone-Artikel", welcher wichtige Aspekte grob anreißt und dann auf tiefergehende, keywordoptimierte Webseiten verlinkt. Hinweis: Die starke Vernetzung des Cornerstone-Artikels bzw. die Einbindung der anderen Webseiten führt zu einer längeren Verweildauer der Besucher, was auch gut für das Ranking ist.


Hinweis

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt:
Natürlich gibt es noch viele andere Fehlerquellen, wie beispielsweise "Hidden Content", zu lange Ladezeiten, "Duplicate Content" (Doppelte Inhalte) über lange Strecken, mangelhafte interne Verlinkungen, etc.


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SEO: Technische Hinweise SEO


Weitere Hinweise: Links

https://www.go4u.de/die-10-groessten-seo-fehler.htm
https://seo-summary.de/haeufige-seo-fehler/
https://www.mso-digital.de/7-fatale-seo-fehler/
(speziell zu Relaunch und Redesign einer Webseite)


Fazit

Wenn Sie gemeinsam mit Ihrer Agentur auf die oben erwähnten Aspekte achten, werden Sie das volle Potenzial von SEO ausschöpfen und im Online-Marketing erfolgreich sein.


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